In Pizzone darf man nicht hupen

Eine Erzählung über weibliche Wut. Von Miriam Schaan

Eine Mutter zieht sich mit einem ihrer Kinder für ein paar Wochen in ein Kloster zurück – irgendwo in der rauen Einöde der italienischen Region Molise. Was sie dort sucht: Ruhe und Erholung. Von was, weiß sie nicht so genau.

Mit im Gepäck trägt sie ihre Wut, die sie schon länger begleitet, als sie sich eingestehen will.

Als bei einem Ausflug die Mutter, das Kind und die Nonne, die sie an diesem Tag begleitet, zufällig auf einem Spielplatz in Pizzone, einem heruntergekommenen Bergdorf, stranden, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung.

Was wird möglich, wenn wir uns wirklich begegnen?

Was wird möglich, wenn wir unsere innersten Gefühle teilen?

Was passiert, wenn wir endlich verstehen:

Jede Frau hat ihre Wut.


"Ich spürte, wie ihre Wut meiner die Hand reichte, wie meine Wut für einen Moment zu ihrer wurde und ihre zu meiner. Wie die Trennung zwischen uns durchlässig wurde, für einen klitzekleinen, winzigen Moment."


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