Seit ich als Kind Bücher wie Die unendliche Geschichte, Momo und Ronja Räubertochter gelesen hatte, stand mein Berufswunsch fest: Ich wollte Schriftstellerin werden. Diese Bücherwelten hatten mich mit ihrem Einfallsreichtum so berührt, dass mir klarwurde: Das will ich auch. So schreiben und so berühren.
Das Schreiben ging mir leicht von der Hand und ich wusste früh, dass ich Literaturwissenschaft studieren würde – eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Doch während ich über den Texten unzähliger Literaturklassiker brütete, spürte ich für mich: Talent und eine schöne Sprache reichen nicht. Man muss auch etwas zu sagen haben. Und ich wusste lange nicht, was das hätte sein können.
Die eigene Stimme finden
Ich fand meine Stimme erst, als ich Mutter wurde. In den Jahren der Pandemie, als ich mit meinem gerade erst abgeschlossenen Studium und ohne Job mit drei kleinen Kindern monatelang in unserer kleinen Berliner Wohnung festhing, dämmerte mir, dass die Bücher, die ich bislang gelesen und verehrt hatte, mit meiner Lebensrealität nichts zu tun hatten. Dass sich meine Lebenswelt radikal von der eines Max Frisch, eines Thomas Mann oder eines Hermann Hesse unterschied.
Es war ein feministisches Erwachen, ein Bewusstwerden meiner Selbst als Frau, mit allem, was damit zusammenhängt.
Die etwas längere Geschichte, wie es dazu kam, kannst du hier nachlesen.
Ich merkte plötzlich, dass ich etwas zu sagen hatte. Ich hatte als Frau und Mutter unzählige Erfahrungen gemacht, einige davon waren sehr schmerzhaft, und ich bemerkte, wie unsichtbar diese Erfahrungen im öffentlichen Bewusstsein noch waren – obwohl ich längst nicht die einzige Frau war, der solche Dinge passierten. Ich fing an, mich mit Frauen auszutauschen, im persönlichen Gespräch und online. Ich begann, gezielt die Bücher von Frauen zu lesen, mich in ihre Biografien einzuarbeiten und in ihre Lebenswelt einzutauchen.
Ich fand unzählige Seelenverwandte. Und dann fing ich an, darüber zu schreiben.
Schreibende Frauen
Mein größter Wunsch ist, mich mit meiner Arbeit in die Kette schreibender Frauen einzureihen. In die lange Tradition von Frauen, die allen Widerständen zum Trotz ihre Gedanken und Erlebnisse zu Papier brachten. Ich möchte mit meiner Arbeit Brücken bauen. Ich möchte Erfahrungen, die im Dunkeln liegen, eine Sprache, eine Form geben und sie ans Licht heben. Damit wir anfangen können, darüber zu sprechen.
Darum schreibe ich in meinen Texten über das Alltägliche, Banale. Über Mutterschaft. Über Ambivalenzen, die weggedrückt und ausgeklammert werden. Über Gefühle, die als nicht erlaubt gelten. Über gesellschaftliche Erwartungen. Über Identität. Und über die Kraft, die entsteht, wenn Frauen sich zusammentun. Wenn sie miteinander sprechen, ihre Erfahrungen teilen und das Schweigen brechen.
Ich mache das mithilfe von Literatur, in Form von Erzählungen. Geschichten helfen uns, Dinge auf einer anderen Ebene zu verstehen. Sie sprechen nicht allein den Intellekt an, sondern gehen tiefer. Und haben damit die Macht, uns das zu erschließen, was normalerweise unzugänglich bleibt.
Du möchtest einen Eindruck über mein Schreiben gewinnen?
Lies hier meine Erzählung Die Wut der Frauen Oder In Pizzone darf man nicht hupen.
Schreiben, ja! Aber wie?
Ich möchte aber nicht nur selbst schreiben. Sondern auch andere Frauen zum Schreiben bringen. Genau das mache ich in meinen Kursen und Workshops. Was ich dabei weitergebe? Meine eigenen Erfahrungen und das gesamte Knowhow, das ich mir über die Jahre angeeignet habe.
Lange Zeit habe ich gedacht, dass Schreiben etwas mit dem Intellekt zu tun hat. Aber das stimmt nicht. Seit ich das verstanden haben, hat sich mein Schreiben radikal verändert. Nicht der Verstand spricht beim Schreiben, sondern das Herz.
Um mein eigenes Schreiben in Gang zu bringen, habe ich unzählige kreative Ansätze ausprobiert. Viele waren überhaupt nicht hilfreich, andere waren für mich im wahrsten Sinne des Wortes mindblowing. Sie haben alle Vorstellungen, die ich vom Schreiben hatte, durcheinander gepustet. Und ich habe mir nicht die Mühe gemacht, sie wieder zu sortieren.
Denn das habe ich in meinen unzähligen Schreibstunden gelernt: Um Texte zu schreiben, die das, was wir schon kennen, überschreiten, müssen wir das aussschalten, was uns dabei im Weg ist: das eigene Ego, das alles kommentiert, kritisiert und zensiert. Mit Feingefühl müssen wir uns an das heranschreiben, was dahinter schlummert: das Unbewusste. All die tieferen Schichten, die wir im Alltag nie erreichen. Und genau das üben wir in meinen Kursen.
Was ich lehre
In meinen Kursen und Workshops lehre ich genau diese Herangehensweise: Wie du beim Schreiben loslässt, den Intellekt und das Ego schweigen lässt, und dich dem kreativen Flow ergibst, der Leben in deine Texte bringt. Wie du dich dem Prozess anvertraust, ohne auf das Ergebnis zu schielen. Wie du deine eigene Stimme freilegst und sie sprechen lässt. Denn die hast du: eine eigene Stimme. Und es wird dich überraschen, was sie zu sagen hat.
Im nächsten Schritt gebe ich dir das Knowhow an die Hand, wie du aus dem, was aus diesem kreativen Prozess entsteht, einen guten Text machst – einen, der genau das transportiert, was du sagen willst, und der deine Leserinnen und Leser anspricht, direkt ins Herz.
Sieh dir hier mein aktuelles Kursangebot an.
Was ich dabei mitbringe, sind meine 15+ Jahre Erfahrung mit Texten – ja, ich bin selbst überrascht, wie lange ich schon dabei bin. Das tiefgehende Knowhow meines Literaturstudiums und all die Erfahrungen, die ich im Begleiten zahlreicher Texte über die Jahre gemacht habe. Vor allem aber bringe ich die Erfahrungen meines eigenen Schreibens mit. Ich kenne die Tücken kreativer Prozesse, all die Gedanken und Hindernisse, die uns blockieren. All die Glaubenssätze, die sich in den Vordergrund drängen und deine innere Stimme übertönen.
Über die Jahre habe ich mir so einen Schatz an Übungen und Tools erarbeitet, die dir helfen werden, deine Blockaden aufzulösen und ins Tun zu kommen. Ich freue mich darauf, mich mit dir auf eine kreative Reise zu begeben!
Wenn du meiner eigenen Reise folgen möchtest, abonniere hier den women & arts Newsletter.
Der women & arts Newsletter
Hier dreht sich alles um Kunst, Kreativität, das Schreiben – und das echte Leben.
Ich nehme dich mit auf die andere Seite des Schreibtischs und zeige dir, was hinter den Kulissen künstlerischer Arbeit passiert.
Persönlich, konkret und kreativ.
Das könnte dich auch interessieren
Rückenwind für dein Schreiben
Entdecke hier dein individuelles Schreibcoaching, das dein Schreiben voranbringt. 12 Wochen – nur du und ich und deine Texte.
Inner Writing Schreibkurs
Schreiben, um sich mit sich selbst zu verbinden – das ist Inner Writing. Ein interdisziplinäres Angebot mit Psychologin Britta Bettendorf.