Meine 10 wichtigsten Gründe, warum ich das Schreiben liebe

Und warum du es auch lieben lernen wirst

Das Schreiben begleitet mich schon mein Leben lang. Doch erst in den letzten Jahren habe ich wirklich verstanden, warum das Schreiben in meinem Leben einen so großen Stellenwert einnimmt – und warum ich es so liebe.

So persönlich meine Gründe dafür auch sind; von den positiven Effekten des Schreibens profitiere nicht nur ich, sondern alle, die sich auf das Abenteuer des Schreibens einlassen.

Wenn auch du Lust hast, mit dem Schreiben zu beginnen oder dein bisheriges Schreiben weiterzuentwickeln, dann sieh dir hier gerne mein Angebot an. Ich freue mich, wenn ich dir weiterhelfen kann!

Und nun zu den 10 Gründen, warum mir das Schreiben so ans Herz gewachsen ist:

1. Schreiben sortiert den Kopf

Wirrwarr im Kopf, die Gedanken sind ein einziges Knäuel und du bekommst die Fäden einfach nicht sortiert? Das kenne ich nur zu gut. Was ich durch Denken nicht lösen kann, das sortiere ich im Schreiben. Leeres Blatt, gespitzter Stift und losgeschrieben. Alle Sorgen, alle Gedanken aufs Papier geschmissen und schon sehe ich klarer. Das Geschriebene zeigt mir immer deutlich, was eigentlich los ist. Eine Technik, die mir so viel Erleichterung bringt und die ich dafür liebe!

2. Schreiben bringt Tiefe

Wenn ich am Schreibtisch vor einem neuen Text sitze, denke ich eigentlich immer, dass ich schon weiß, worum es gehen soll. Ich habe einen groben Plan im Kopf, eine grobe Gliederung und schreibe dann munter drauf los. Und merke dann, dass mein Schreiben ganz woanders hin abbiegt.

 

Eine Weile hat mich das gestört. Ich hatte doch einen Plan und wollte ganz was anderes schreiben! Bis ich verstanden habe, was da eigentlich passiert. Die Texte, in denen ich meinen spontanen Schreibimpulsen folge, geraten mir so viel besser als jene, die ich von vorne bis hinten durchgeplant habe. Weil sie voller Überraschungen stecken. Weil sie mir Gedanken und Dinge zeigen, an die ich im ersten Moment gar nicht gedacht habe.

 

Das Schreiben macht mein Denken tiefer und interessanter. Und dadurch so viel aufregender.

3. Schreiben macht kreativ

Ich bin ein kreativer Mensch, durch und durch. Doch so richtig habe ich das erst verstanden, als ich angefangen habe, meine Kreativität auf dem Blatt auszuleben. Erstaunlich, was die Fantasie alles hervorzaubern kann!

 

Doch nicht nur das. Je mehr ich meiner Kreativität auf dem Papier Freiraum gebe, desto stärker schwappt diese in die Realität über. Wer es gewohnt ist, auf dem Papier Welten zu erschaffen, der wird auch in der Realität immer mehr Möglichkeiten für kreativen Freiraum entdecken. Ich lieb’s!

4. Schreiben schafft Platz

Wir sind Wesen voller Eindrücke, Gefühle, Gedanken, Erlebnisse. Doch wohin damit? Im Alltag ist für all das nicht immer Platz. Wenig Zeit, wenig Raum, strenge soziale Konventionen, da kommt so manches zu kurz.

 

Was mache ich? Ich schreibe darüber. Ich schlage eine neue Seite in meinem Tagebuch auf und mache mich dort breit. Alle Sorgen, Gedanken, Gefühle haben hier ihren Platz – so viel wie sie eben brauchen. Hier darf alles sein, und das ist so erleichternd.

5. Schreiben schenkt Selbstwirksamkeit

 Wir können nicht alles beeinflussen. Vieles, was geschieht, können wir nicht ändern. Hilflos stehen wir da und fühlen uns ohnmächtig. Was hilft?

 

Wenn die Weltlage mich überwältigt oder ein Konflikt in der Familie, den ich nicht lösen kann, mich einfach nicht loslassen will – setze ich mich an den Laptop und schreibe. Irgendetwas. Eine Geschichte, ein kleines Gedicht. Vielleicht erfinde ich ein neues kleines Wesen oder lasse altbekannte Figuren etwas Neues erleben. So oder so. In jedem Fall lenkt mich das wunderbar von allen Problemen ab und gibt mir das Gefühl zurück, etwas tun zu können. Denn auf dem Papier bin ich die Chefin. Hier geschieht nur, was durch meine Hand genehmigt wurde. Und das tut hin und wieder einfach nur gut!

6. Schreiben baut Brücken

Ich höre und lese oft, schreiben sei einsam. Das sehe ich ganz anders. Schreiben ist für mich eine Art, mich mit anderen zu verbinden. Ob ich einer Freundin, die weiter weg wohnt, einen Brief schreibe, aus dem Urlaub eine Karte sende, mich kurz per SMS melde oder meine Erfahrungen in eine Kurzgeschichte gieße, die ich dann wieder mit anderen teile – immer bringt mich mein Schreiben mit anderen Menschen in Verbindung, eröffnet Gespräche und neuen Austausch.

Schreiben ist für mich auf diese Weise eine Art, mich anderen mitzuteilen und das macht mich nicht einsam, im Gegenteil: Es verbindet mich mit anderen Menschen und der Welt da draußen.

7. Schreiben ist geduldig

Du hast diesen einen Gedanken, aber er ist kompliziert und lässt sich nicht so leicht in Worte fassen? Das kenne ich. Dinge aufzuschreiben, ist ein wunderbares Mittel, um komplexe oder unklare Gedanken und Gefühle auf den Punkt zu bringen. Im Gespräch haben wir oft nur den Bruchteil einer Sekunde, um das herüberzubringen, was wir sagen wollen. Papier hingegen ist geduldig. Beim Schreiben kann ich die Worte so lange hin- und herschieben, bis sie wirklich stimmen. Bis ich sagen kann: Ja, genau so meine ich es! Ein herrliches Gefühl.

8. Schreiben schenkt Dauer

Das Leben ist voller Ereignisse, aber sie sind alle so flüchtig. Das Gedächtnis ist lückenhaft und so vieles, was wir erlebt, gedacht, gefühlt haben, entwischt uns einfach wieder, als wäre es nie geschehen. Im Schreiben kann ich diese Dinge festhalten. Meinem Tagebuch vertraue ich regelmäßig an, was mich gerade beschäftigt und was ich erlebt habe – Gutes wie Schweres.

 

Und es ist mir mittlerweile zu einer geliebten Gewohnheit geworden, immer wieder mal in meinem Tagebuch zu blättern und darin meiner eigenen Stimme zu begegnen. Das ist bei weitem intimer als alte Fotos anzuschauen. Denn beim Schreiben geht es nicht nur um die äußerlich sichtbaren Dinge, sondern auch um alles, was mich innerlich beschäftigt und bewegt hat – alles das, was man nicht auf Fotos sieht. Durchs Schreiben halte ich sie fest und bekomme ein bessere Gefühl dafür, was mir in meinem Leben wirklich wichtig ist.

9. Schreiben macht weise

 Ja, ja. Ich kann’s schon beinahe hören. Was heißt schon ‚weise‘? Ich schreibe es trotzdem hin. Denn ich finde, dass es stimmt. Das Schreiben hilft mir dabei, bessere Entscheidungen zu treffen. Wir reagieren oft impulsiv, aus einer unmittelbaren Reaktion heraus. Und merken dann im Nachhinein, dass das vielleicht nicht die beste Idee war.

 

Das Schreiben hilft mir dabei, zu reflektieren, schwierige Situationen zu durchdenken und herauszufinden, worum es mir dabei im Grunde geht. Auf diese Weise hat sich schon so mancher Konflikt in Luft aufgelöst, weil ich gemerkt habe, dass mein Problem eigentlich ganz woanders liegt. Seit ich das weiß, schreibe ich öfter über Dinge, die mir schwerfallen, und ich bin überrascht, was ich dabei über mich herausfinde. Und das macht, ich kann es nicht anders sagen, meine Entscheidungen weiser und mich selbst ruhiger und besonnener.

10. Schreiben geht überall

Ich habe einen Freund, der Snowboarden über alles liebt, und eine Freundin, die am besten entspannt, wenn sie atemberaubende Blumengestecke kreiert. Nur liegt leider nicht immer Schnee, noch hat meine Freundin nicht immer genügend Schnittblumen parat (mal abgesehen davon, was das kostet!). Womit ich sagen will: Nicht alle Freizeitbeschäftigungen sind gleich praktisch.

 

Ich liebe das Schreiben dafür, dass ich dafür so gut wie nichts brauche. Ein Stück Papier, ein Stift ist immer schnell eingepackt und falls nicht, fragt man einfach danach. Schreiben ist für mich wie eine treue Freundin, die überall dabei ist und immer ein offenes Ohr für mich hat. Sie sorgt dafür, dass ich mich niemals einsam fühle – egal wo ich bin. Wo ist stehe, wo ich gehe, ist mein Schreibblock stets bei mir. Will mir etwas von der Seele, weiß ich sicher – ich kann’s schreiben, jetzt und hier. 😊

 

Schreiben – eine unentbehrliche Routine

Diese und noch mehr Gründe haben das Schreiben über die Jahre zu einer meiner wichtigsten Alltagsroutinen werden lassen, die für mich genauso unentbehrlich ist wie Essen und Schlafen. Das Schreiben entspannt und erdet mich, lässt mich auf neue Ideen kommen, Mut und Hoffnung schöpfen und hilft mir dabei, weisere Entscheidungen zu treffen.

Und jetzt du: Wie ist das bei dir? Was liebst du am Schreiben am meisten?

Schreib mir deine Antwort an: [email protected]
Ich freue mich, von dir zu hören!

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Wenn du für dich auch neue Schreibroutinen etablieren oder du dein Schreiben generell weiterentwickeln möchtest, dann schau dir hier gerne mein Angebot an. Ich freue mich darauf, dir mit meinem Wissen und meiner Erfahrung zur Hand zu gehen!

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